DER KREIS. Eine soziale Audio-Plastik

Premiere im September 2021 im öffentlichen Raum, Köln-Südstadt (weitere Infos folgen!).

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Vor über einem Jahr verschwand die Gruppe aus unseren Leben. Sie schrumpfte auf die Größe des eigenen Haushalts plus einer weiteren Person, verpixelte sich im virtuellen Raum, wurde zu etwas Verbotenen, zur schmutzigen, sehnsüchtigen Fantasie. Und nun, da die Impfkampagne voranschreitet und der prä-pandemische Alltag allmählich zurückkehren soll? Legen wir einfach einen inneren Hebel um und alles ist, wie es niemals war? Hat all das Schützen und Fürchten, das Meiden und Sehnen, haben die Einsamkeit, das Denunzieren keine Spuren hinterlassen?

20 Personen – Zuschauer*Innen und Peformer*innen bilden einen Kreis – in einem uns nun bekannten Abstand. Sie tragen Kopfhörer. Sie hören das Wachsen eines Waldes, der sie umzingelt, Tiere rennen über den Platz, mitten durch sie hindurch, sie hören das Stimmengewirr eines Marktes, in dessen Menschenmenge wir alle schon lange nicht mehr eingetaucht sind, sie hören: nichts. Jemand verlässt den Kreis und jemand geht in seine Mitte. Andere stellen sich dazu. Alle, die niemals neidisch auf ihre Nachbarn waren, stehen auf. Wirklich?

„Die Regisseurin Philine Velhagen und ihr Team beobachten eine Gesellschaft, die wieder zusammenfinden darf, will, soll und muss. Sie meinen: Zeit für eine Gruppentherapie! Die Therapie einer Stadt. Denn: Wie ging das nochmal mit dem Zusammenleben (jenseits der Familie)? Und wo könnte man alte Konzepte wie neue Dynamiken des Zusammenseins besser erfahren und durchdenken als inmitten dieser Stadt auf einem zentralen Platz in einem Kreis, der Grundform sozialer Konstellationen?

Konzept, Text & Regie: Philine Velhagen
Es spielen & sprechen: Oliver Bedorf, Justine Hauer, Mirco Monshausen,
Musik: Oliver Bedorf
Ausstattung: Cordula Körber
Dramaturgie: Nina Rühmeier
Produktionsleitung: Anne Kremer
Regieassistenz: Genoveva Wieland
Grafik: Matthias von Keller
Sound und Technik: Nolle Woida
Produktion: Béla Bisom
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä

Koproduktion von Drama Köln mit dem Freien Werkstatt Theater, Köln.

Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste

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